Dienstag, 6. Dezember 2011

#7 Die Natur

Wir sind Stadtmenschen. In der Stadt groß geworden, haben die Städte gewechselt, sind in einer liebgewonnenen Stadt sesshaft geworden, arbeiten, haben den Lebensmittelpunkt dort. Genießen die Selbstverständlichkeiten des Überangebotes in allen Bereichen, nicht allzu oft, wissen aber, man kann wenn man will (und es bezahlen kann ;-).

Und... fühlen uns seit je her der Natur verbunden. Fuhren, sobald des eigenen Wagens mächtig in die umliegende Walachei, räkeln uns an Bachufern, schauen den Blättern beim Wachsen zu, genossen jeden Windhauch in den Gräsern, atmen ordentliche Luft.
Hier, in der Stadt, ist es wie in einer Mühle. Métro, boulot, dodo. Tag für Tag. Einerlei. Kräfte zehrend.
Umso genussreicher ist es diesem Trott zu entfliehen und nichts wie rein in das pure Vergnügen eine Stunde vor der Tür: Die geliebte Eifel! 
Wir haben dort vor genau ziemlich einem Jahr eine hmmmm Bauernhofunterkunft aufgetan, die inzwischen wie ein 2. Haut wirkt, und zwar einer, die gerade wohlig durchgeknetet wurde. So was von Entspannung, die uns dort widerfährt, davon zehren wir immer noch einige Tage danach zurück in der Stadt. (Der Blick oben ist übrigens aus dem Küchenfenster und NEIN, ich gebe diesen Geheimtip NICHT bekannt! - Nur bei gaaaanz speziellen Freunden ;-)
Mindestens einmal im Quartal zieht es uns für 2 Nächte (wenn doch nur mehr gingen!) in unser Landlager, packen alle 7 Sachen, kochen vor und nach der Schufterei geht es los, schon die Hinfahrt ist Vorfreude und wenn da, kurze Runde im Kuhstall, Milch geholt, Hallo zu den Schweinen, Winkerei zum Hühnerstall - keine Eier da?, Streichelei für den Hund und Füsse hoch, gern auch bei einem Glas Schambagner oder Reissdorf. Exakt nach 5 Min. des Koffer-abstellens setzt die volle Entspannung ein! Messbar, nachweisbar, geprüft und versiegelt UND garantiert!
SO gut, das wir planen den Sommerurlaub dort zu verbringen. Wieso in Massenmenschhaltungen fliegen und teuerst dafür zahlen, das wir schlechter wohnen als daheim? Schön passable Naherholung mit garantierter Auftanksicherheit - so muss es sein. Gerne erwarten wir andere Geheimtips für andere Urlaube, bis zum nächsten Sommer können die mir alle gestohlen bleiben.
Zurück zur Natur: Saubere Luft mit Stallstinkefaktor (es ist LANDluft Kinder!), weite Blicke, ruhigste Nächte mit Mäusen im Gebälk, die sich um die letzten Brotkrumen kloppen - die Katze wird es schon richten, wie der Fuchs die Puten holt. Durch die Wälder streifen, am Feldesrand auf Raupen mit hunderten tastenden Vielfüssen deuten und staunen, das sich da keiner verheddert. Kühe gucken - 20 Minuten auf Kühe gucken - DAS beruhig Geist und Seele. Im Dorf einkaufen, nur das Nötigste und Leckerste und vielleicht mal eine Kirche oder gar eine Burg anschauen. Alles schön gemächlich und ohne Stress und Zeitplan. Den eigenen Rhythmus wieder finden, ein kurzer Schwatz mit dem Bauern, beim Melken zuschauen - so muss es sein.
Ein schöner Gegenpart zum Stadtleben, welches ich nicht missen möchte - beides im gesunden Maß bring uns wieder ins Gleichgewicht.

Der Meister-der-guten-Dinge von www.die-guten-dinge.de

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